Jahreslosung 2012:

Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

(2. Korinther 12,9)

Der Wochenspruch:

 

 

 

Sprechzeit

Immer dienstags von 9-11 Uhr führt Pastorin Borm eine Sprechzeit im Pfarramt durch. Sie können unangemeldet ins Pfarramt kommen, um Ihre Anliegen mit Pastorin Borm zu besprechen. Oft war es in der vergangenen Zeit schwer, aufgrund der vielen terminlichen Bindungen, die durch die personelle Kürzung in der Kirchgemeinde entstanden sind, eine Zeit zu vereinbaren. Natürlich können sie auch weiter nach tel. oder mündlicher Vereinbarung einen Termin vereinbaren.

 

Geistliches Wort

 

Vor Ostern, dem freudigen Fest, gibt es eine lange Zeit der Vorbereitung: die Passionszeit, die Leidenszeit Christi. Diese Zeit versuchen die Kirchen auch mit der Aktion „Sieben Wochen ohne“ wieder erlebbar zu machen. Denn traditionell war diese Zeit eine Fastenzeit, eine Zeit des Verzichts in Solidarität mit dem Leiden Christi. Das Ende der Passionszeit läuft auf das bedeutendste christliche Fest zu: Ostern.

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, die „traurige“ Woche (vom altdeutschen kara: Trauer, Klage). An diesem Sonntag wird an den Einzug Jesu in Jerusalem gedacht. Dabei wurden Palmzweige von den Bäumen gerissen, ihm auf den Weg gestreut und ihm damit gewunken. Sogar Kleider wurden wie ein roter Teppich auf den Weg ausgebreitet. Jesus wurde mit Verehrung und Jubel empfangen, auch wenn er nur auf einem Esel daherkam.

Wenig später riefen Menschen: „Kreuzige ihn!“. Was für ein krasser Gegensatz.

Und was Jesus alles mit seinen Anhängern für Enttäuschungen erleben muss. Heute noch wird Liebe, Freundschaft und ewige Verbundenheit geschworen, morgen schon wird er verraten und verkauft von denselben Männern.

Am Gründonnerstag feierte Jesus das Passahmahl mit seinen Jüngern und es wurde daraus unser heutiges Abendmahl. So wollen auch wir im Gedenken daran am Gründonnerstag ein Tischabendmahl feiern. Am Karfreitag denken wir an die Kreuzigung und den Tod Jesu. Dies soll in einer Kreuzwegsbetrachtung zum Ausdruck kommen. Und am Sonntag schließlich werden wir uns im Gottesdienst mit den Worten: „Christus ist auferstanden! - Er ist wahrhaftig auferstanden!“ begrüßen. Alle Lobworte und Jubelgesänge, die in der Passionszeit verstummten, werden wieder erklingen. Auch die Paramente, die Behänge am Altar und am Lesepult werden weiß erstrahlen zum Zeichen der Freude. Dann beginnt die österliche Freudenzeit, die sich ca. 50 Tage lang bis zum Pfingstfest hinzieht. Den Anfang macht dabei die „weiße Woche“.

Soweit der kleine Ausflug in den Lauf des Kirchenjahres mit seinen Festen. Diesen Lauf versuchen wir in unseren Gottesdiensten immer mitzugehen.

Für das Osterfest als das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten gibt es keine passendere Jahreszeit als das Frühjahr. Fast täglich kann man in dieser Zeit wieder neues Grün und neue Blüten entdecken. Vielfältige Bräuche und Traditionen lassen uns Ostern als Fest des wieder neu hervorsprießenden, blühenden Lebens begehen. Denken wir nur an die Ostereier und die Osterhasen als Symbole der Fruchtbarkeit.

Die Auferstehung Jesu will unser Leben auch neu machen. Sie ist zwar ein einmaliges Ereignis, aber wir sollen es für uns immer wieder neu mit Leben füllen. Es steht für uns immer wieder die Frage: Was bedeutet die Auferstehung Jesu Christi für mich? Wo kann ich sie in meinem Leben entdecken? Was hat sie mit mir zu tun? Wo gibt es Neuanfänge? Wo wird Erstarrtes überwunden? Wo füllt sich etwas plötzlich mit Leben? Wo passiert Überraschendes, Unerwartetes, Wohltuendes?

Da werden sich altbekannte Antworten ergeben, aber auch manchmal neue Blicke und Zugänge eröffnen.

Ostern bleibt für uns Christen immer auch ein Hoffnungsfest. Wie Jesus damals von den Toten auferstanden ist, so hoffen auch wir es für uns und für unsere Lieben.

Ein gesegnetes und fröhliches Osterfest wünscht Ihnen

 

Ihre Pastorin R. Borm

 

Weitere Informationen finden Sie auch im Amtsblatt und im Evangelischen Gemeindeblättchen für Helmers und Wernshausen.