Jahreslosung 2017 Nehmt einander an wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. (Römer 15, 7)


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Liebe Gemeinde

Sie werden bemerken: etwas ist diesmal anders in unserem Blättchen. Der Gemeindekirchenrat Wernshausen hat beschlossen, vorerst den wöchentlichen Rhythmus der Gottesdienste aufzugeben. Grund dafür ist die spärliche Annahme dieses Angebotes. Zeit, Mühe und nicht zuletzt auch die Kosten dafür sind so nicht mehr gerechtfertigt. Weitere Strukturveränderungen sind in Gange, sodass diese Regelmäßigkeit in absehbarer Zeit ohnehin nicht mehr aufrechtzuerhalten sein wird. Der Beschluss wurde auch vor dem Hintergrund gefasst, dass nur wenige Mitglieder der Kirchgemeinde bereit sind, das geistliche Leben mit zu tragen. Von einigen wird nach bestimmten Angeboten gerufen, sind sie dann aber da, fehlt (gerade deren) Teilnahme. Dabei ist auch zu bedenken, dass das Pfarramt Wernshausen das einzige ist, das im Gegensatz zu den anderen ringsum ohne jegliche Mitarbeiter auskommen muss. Es hat bereits 2010 die Kürzung von zwei auf eine Person im Pfarramt gegeben, die nicht auszugleichen ist. Schon ab da war es unmöglich, alle früheren Angebote aufrecht zu erhalten. Eine weitere Kürzung wird folgen durch die Zusammenlegung mit einem bzw. eventuell auch zwei Nachbarpfarrämtern. Diese ist für 2021 geplant. Es stehen also weitere Veränderungen an. Ein Grund, zu überlegen: Was ist mir wichtig in meiner Kirchgemeinde, dass auch ich etwas dafür tun möchte? Wo kann und möchte ich mich für meinen Glauben, für meine Mitmenschen engagieren? Denn: Kirche – das bin auch ich. Meckern ist leicht, machen ist schwieriger und viel, viel seltener. Besonders die Kirchenältesten stehen oft vor der Frage: Was ist für uns machbar? Was nicht? Was ist das Besondere, was ist die Aufgabe, der Sinn einer Kirchgemeinde? Die Antwort ist ganz klar: Die Verkündigung des Wortes Gottes, der rettenden Tat von Jesus Christus für uns alle durch Wort und Tat. Nicht nur von einer Person, sondern in der Gemeinschaft der Heiligen. Dort kann jeder nach seinen Möglichkeiten wirken und scheint der Beitrag noch so gering wie z.B. ein Gruß, ein Besuch, ein Geschenk… Eine Kirchgemeinde ist zuallererst eine geistliche Vereinigung, kein Verein zur Förderung musikalischer und kultureller Aktivitäten. Damit kann sie nebenbei auch arbeiten. Aber auch das hängt vom Einsatz und der Teilnahme ihrer Mitflieder ab. In der heutigen Zeit sind diese Dinge immer mit finanziellen Aufwendungen verbunden. Dagegen stehen hier die Erhaltung der drei Häuser der Kirchgemeinde sowie das große Projekt der Glocken- und Kirchturmreparatur. Die entscheidende Mitte der Kirchgemeinde ist Jesus Christus, Gottes Wort und der gelebte Glaube. Das bleibt inmitten aller Veränderung. Eine gute vorösterliche Fastenzeit und ein gesegnetes Osterfest wünschen Ihnen von Herzen Ihre Kirchenältesten, Pastorin Borm und Pfarrerin Krtschil!